Das Suchen nach Unternehmensnennungen macht noch kein gutes Monitoring

Jeder fängt mal klein an. Den eigenen Unternehmensnamen bei search.twitter.com oder  blogsearch.google.com eingeben und schauen, was dabei herauskommt. Dann einmal einen Google-Alert einrichten. Fürs Erste ist daran auch nichts auszusetzen. Einblicke bekommen, ein Gefühl dafür kriegen, auf welchen Plattformen über das Unternehmen, die Marke oder die Produkte gesprochen wird. In der Orierntierungsphase ist also der Einsatz kostenloser Social Media Montring-Tools durchaus sinnvoll. Genau zu diesem Thema habe ich mich gestern auf dem Blog von Mirko Lange geäußert.

(Bildquelle: CC-BY Fräulein Schiller | flickr.com)

Heute bin ich des öfteren über Do-it-Yourself-Anleitungen für ein erfolgreiches Social Media Monitoring gestoßen. Empfehlungen wie „Beschränken Sie sich bei der Beobachtung auf Plattformen, auf denen viel über Ihr Unternehmen gesprochen wird“ zeugen doch von wenig Weitsicht. Da sag ich nur: „Herzlichen Glückwunsch“. Repräsentative Ergebnisse oder gar ein Abbild der Stimmungslage kann ein so aufgesetztes Monitoring nicht liefern. Wenn’s ganz schlecht läuft, finden eben auf den vorher ausgeschlossenen Plattformen Diskussionen statt – geradewegs am Unternehmen vorbei. Kostenlose Tools sind in der Ergebnisqualität, der Analysetiefe und der Komplexität der Suchabfragen beschränkt.

Ein effektives und breit aufgestellten Monitoring geht also über das Suchen nach den Nennungen des eigenen Unternehmens weit hinaus. Hier eine Liste mit Beispielen, was man sonst noch monitoren kann:

– (wie eben erwähnt) Unternehmensnennungen

– die Namen wichtiger Personen in der Unternehmensführung

– Tochter- und Partnerunternehmen

– Produkte und Marken

– Slogans à la „Wir geben ihrer Zukunft ein Zuhause“ o.ä.

– Wettbewerber

– Branchentrends

– Interessen der Zielgruppen

– Meinungsführer eigener Produkte und Marken

– potenzielle Arbeitnehmer

– Kampagnenresonanz

  • Neben einem professionellen Monitoring durch einen Dienstleister ist es wichtig, dass auch die Mitarbeiter für das Thema Online-Reputation sensibilisiert werden und so zum Social Media-Monitoring beitragen. Und hier können Google-Alert, Trendiction & Co. ganz ausgezeichnete Dienste leisten … zumal es beim Thema Monitoring immer gut ist, ein Back-up zu haben.

    • Das ist richtig. Es reicht nicht allein ein professionelles Monitoring durch den Dienstleister. Auf Unternehmensseite sollten die Mitarbeiter mit dem Thema vertraut sein. Zudem sollte das Unternehmen nicht nur die Zahlen sammeln, sondern auch wissen, wie sie anschließend Handlungen ableiten.

      Das mit dem Back-up sehe ich anders. Sagen wir so, wenn ein Backup nötig ist, dann habe ich den falschen Anbieter gewählt…

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