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Digitale Kommunikation und das tägliche Leben
Punktlandung

Ein bißchen mehr Respekt vor der Quelle, bitteschön.

24. Februar 2011
Zitat

In der Affäre um unseren Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg geht es hoch her. Viele fordern den Rücktritt des Ministers, weil dieser in seiner Dokterarbeit passagenweise falsch bzw. nicht richtig zitiert hat. Doch das soll jetzt nicht das Thema sein. Dass man die Leistung oder Meinung eines anderen nicht als seine eigene ausgeben sollte, scheint aber nicht nur in wissenschaftlichen Arbeiten sträflich vernachlässigt zu werden.

(Bildquelle: CC-BY captainhagbard | flickr.com)

Unternehmen wie Privatpersonen stehen sich da in nichts nach. So konnte man in den letzten Tagen die Diskussionen um den „Wunsch-Burger“ von McDonald’s verfolgen. Kritiker werfen dem Unternehmen vor, die Idee geklaut zu haben. Jetzt werden viele sagen „das Rad kann nicht jeden Tag neu erfunden werden“ und das stimmt. Peinlich wird’s, wenn die selbe Idee ein Konkurrent zuvor hatte.

Dennoch sollte eines gelten: der Respekt vor der Quelle.

Vielleicht mache ich mir über diese Dinge zu ausführlich Gedanken und dennoch: Ob in Blogbeiträgen, bei Facebookposts oder Tweets versuche ich meine Informationsquellen offenzulegen. Bei Twitter setzte ich in die Tweets ein „via @“ oder „by @“, auf meinem Blog verlinke ich. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber ich versuche zumindest darauf zu achten. Viel zu oft habe ich mich schon geärgert, wenn ich einen interessanten Beitrag gefunden und gepostet habe und der gleiche Beitrag dann, ohne Vermerk, innerhalb von einer Minute nochmal in der Timeline auf… Zufall? Vielleicht. Ich bleibe dabei: Ein bißchen mehr Respekt vor der Quelle, bitteschön.

  1. Quellen zu nennen, ist nicht nur guter Ton, sondern auch Zeichen von Professionalität. Auf der anderen Seite – wem will man schlampigen Umgang mit Quellen verübeln, wenn selbst die Tagesschau als Quellenangabe pauschal ‚Internet‘ schreibt.

    1. Da sind wir einer Meinung. Dass die Tagesschau diese Disziplin nicht beherrscht ist schade und traurig. Und doch sollte man sich dieses schlechte Beispiel nicht zum Vorbild nehmen, leider folgen dem noch viel zu viele…

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