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Blogreihe Social Media Monitoring Folge 2: “Ein erster Blick ins Cockpit”

6. April 2011
Dashboard

Von einem kostenpflichtigen Social Media Monitoring-Tool wünsche ich mir insbesondere, dass es mir meine Arbeit erleichtert. Ergebnisse sollen archivierbar und bei Gelegenheit abrufbar sein, es sollte zahlreiche Analysemöglichkeiten geben und eine Alertfunktion beinhalten usw… Welche Informationen liefert das Tool Heartbeat ? Werden neben Autor, Quelle und URL auch demografische oder geografische Daten mitgeliefert?

Nach erfolgreichem Setup des Heartbeat-Accounts sammelt das System nun in Echtzeit (Verzögerung 5-7 Minuten) alle relevanten Treffer aus dem Web. Heißt: Wenn ich auf Twitter in einem Post den @Regsprecher (Twitter-Account von Regierungssprecher Steffen Seibert) nenne, und ihn vorher als Querie definiert habe, so habe ich eben jenen Tweet 5-7 Minuten später im System.

Zum Dashboard:

Hier soll der Nutzer einen ersten Überblick über die Medienlage bekommen – das finde ich, ist auch gelungen. Neben „latest Activity“, den „Top Influencern“, wird ein Buzz-Graph (eine Abwandlung der Wortwolke) und die bisherige Workflow-Aktivität angezeigt. Wie es zur Ermittlung der Top Influencer kommt, werde ich in einer separaten Folge erläutern.

Die Einteilung der Treffer in die Medienkanäle Twitter, Foren, Youtube, Newsseiten, Blogposts und Facebook zieht sich durch das gesamte Tool.

An dieser Stelle sei schon einmal angemerkt, dass die Unterscheidung zwischen Newsseite und Blog schwieriger ist als gedacht, erst Recht für einen Computer! Längst sind ja Newsseiten nicht mehr statisch, wie sie einmal waren. Über Kommentarfunktionen verfügen die meisten.

 

Kurz die einzelnen Tabs im Überblick:

Das Dashboard ist der Einstieg in das System und vermittelt einen ersten Überblick.

Unter Heartbeats können alle vom System identifizierten Treffer abgerufen werden.

Measure ist der Analysebereich von Heartbeat. Hier können demografische wie geografische Daten, die Entwicklung der Tonalität, die „Top Influencer“ oder „Most Mentions“ abgefragt werden. Auch tiefergehende Textanalysen sind möglich.

Hinter dem Tab Compare verbirgt sich eine weitere Auswertungsoption von Heartbeat. Hat man in den Tags beispielsweise unterschiedliche Marken eines Unternehmens oder den eigenen Konzern und die Wettbewerber hinterlegt, so können diese im Compare-Bereich miteinander verglichen werden.

Das Twitter– und Facebook-Icon verrät, dass hier Schnittstellen mit den jeweiligen Accounts geschaffen werden können.

Soviel zum Dashboard.

 

Sentiment und demografische DatenWerden Einträge vom System als relevant eingestuft und identifiziert, landen sie hier – unter „Your Heartbeats„.

Über die einzelnen Treffer können noch weitere Informationen abgerufen werden.

Um es vorweg zu nehmen. Bisher funktioniert die automatisierte Sentimentanalyse nur für die englische Sprache. Jedoch kann jeder Heartbeat händisch mit positiv, negativ oder neutral bewertet werden. Sind Informationen über Alter, Geschlecht, Standort und Sentiment verfügbar, wird es auch angegeben.

Alles kann zudem, wie die Abbildung oben zeigt, händisch nachbearbeitet werden.

 

Konversationen

Äußert sich ein Twitterer einmalig zum Thema Politk, oder diskutiert er bei aktuellen politischen Themen immer mit. Um das beurteilen zu können, ist ein Blick in die bisherigen Konversationen des Users hilfreich.

Quelleninformationen

Wie lange ist der Nutzer schon aktiv, wie groß ist sein theoretischer Adressatenkreis, wie lautet seine/ihre Biografie? All das kann man unter dem Punkt „Source Details“ herausfinden. Für Webseiten wird hier auch der Alexa-Rank angegeben.

 

Volltext

Zu guter Letzt kann noch der Volltext des jeweiligen Beitrags abgerufen werden. Die in den Queries festgelegten Keywords sind hier gehighlightet. Neben dem Text können auch automatisch generierte Zusammenfassungen und Übersetzungen eingesehen werden. Diese Funktion ist dann besonders praktisch, wenn der Auswerter die Sprache des Posts nicht beherrscht. Auch die Übersetzung von z.B. chinesischen und kyrillischen Schriftzeichen ist möglich.

Abschließend sei gesagt, dass dieses Tool von der radaktionellen Betreuung lebt, durch einen Dienstleister oder durch den Kunden selbst. Werden geografische und demografische Daten nicht gepflegt, den Treffer keine Tonalität und den Quellen keine Authority-Stufe (gibt die Wichtigkeit/Relevanz einer Quelle an) zugeordnet,  dann nimmt man diesem, wie ich finde tollen Tool, den gesamten Schwung. Teils werden Informationen, wenn diese eindeutig vorhanden sind, von Sysomos direkt eingepflegt. In einer weiteren Folge werde ich noch genauer auf die einzelnen Analysemöglichkeiten des Tools eingehen und spätestens dann wird deutlich, warum die redaktionelle Betreuung des Accounts so wichtig ist.

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