Netzidentität vor der Geburt – Schwangerschaftsstatus auf Facebook
Ich oute mich in diesem Moment vielleicht als Spießer, aber als ich heute morgen die Meldung auf mashable.com gelesen habe, dass es nun möglich ist, die eigene Schwangerschaft auf Facebook bekanntzugeben (ähnlich wie man Familienmitglieder hinzufügen kann), konnte ich nur mit dem Kopf schütteln. Auch wenn ich noch keine Kinder habe, empfinde ich diese Funktion auf Facebook als vollkommen überflüssig.
Ist man selbst in sozialen Netzwerken aktiv und online sehr präsent, so sollte man, wie ich finde, seine Kinder von dieser Öffentlichkeit fernhalten. Bilder seiner Kinder im Netz zu veröffentlichen – am besten noch mit Namen -, über sie zu bloggen oder im eigenen Facebook-Profil einzubinden, macht sie öffentlich, bevor sie selbst entscheiden können, ob sie Teil dieser Öffentlichkeit sein wollen.
Auch wenn ich im Netz viele persönliche Dinge preisgebe, so versuche ich die Privatsphäre derer, meiner Verwandten und Freunde, zu schützen, die nicht online bzw. nicht in der Intensität online sind wie ich es bin.
“Das wäre dann die neue Definition von “digital native” … bin auch nicht begeistert!”, schreibt @mar_krue heute morgen auf Twitter. Ich stimme ihr vollkommen zu.
Zudem bezweifel ich, dass die Funktion Facebook im Wettbewerb mit Google+ weiter nach vorne bringt …
Update: Carsten Knobloch alias @caschy hat sich auch geärgert: “Schwanger? Kann man bei Facebook schon angeben”





