RSS-Reader: hier fließen die Informationsstränge zusammen

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Ich bin heute auf einen Blogbeitrag von Karsten Füllhaas gestoßen, der sich mit der Relevanz und dem Einsatz von RSS-Feeds beschäftigt. Karstens Problem: Sein RSS-Reader (NetNewsWire) bringt es mittlerweile auf stolze 195 Feeds. Eine Menge, wenn man sie alle lesen will. In seinem Blog und auf Twitter stellt er die Frage, inwieweit der RSS-Reader bei anderen Nutzern zum Einsatz kommt.

Der Reader ist eines meiner wichtigsten Werkzeuge

Der RSS-Reader – ich benutze den klassischen Google Reader – ist eines meiner wichtigsten Werkzeuge, insbesondere beruflich. Um es in Caschys Worten zu sagen: „Durch meinen Google Reader arbeite ich jeden Tag Hunderte von RSS-Feeds durch.“

Dass ich ein so starker Nutzer von RSS-Feeds bin, liegt mit Sicherheit daran, dass ich beruflich knapp zwei Jahre für Monitoring-Dienstleister gearbeitet habe. Mein Morgen im Büro startet mit dem Blick in den Reader. Wenn ich mit der Bahn zur Arbeit fahre, nutze ich manchmal die Gelegenheit, über die iPhone App Reeder schon einmal einen Blick in die aufgeschlagenen Feeds zu werfen. Zwischen 250 und 400 ungelesene Beiträge sind dann keine Seltenheit. Bevor ihr jetzt alle mit dem Kopf auf dem Tisch aufschlagt, sollte ich kurz erklären, wie diese große Zahl zustande kommt.

Gezieltes Monitoring und Marktbeobachtung

In meinem Reader versammeln sich nicht nur die von mir geschätzten Feeds meiner Lieblingsblogs und Newsseiten, sondern ich setze den Reader auch gezielt im Rahmen des Monitorings ein. Google Alerts weisen mich darauf hin, wenn mein Name, der der Geschäftsführung oder die Firmen der result holding in einem Beitrag auftauchen. Sie kommen als ungelesene Feeds in meinem Google Reader an. Neben dem Monitoring für meine Firma, sind auch Alerts zu gewissen Schlagworten wie „Unternehmenskommunikation“, „Marktforschung“, „Medienforschung“ o. ä. in meinem Reader anzutreffen. Mit einem oberflächlichen Blick über die eingetrudelten Feeds weiß ich morgens direkt, ob irgendwo über die Firma geschrieben wurde, was die Wettbewerber so machen und welche Medien oder Blogger sich meinen Schwerpunktthemen widmen.

Community Management unterstützt durch den RSS-Reader

Da ich neben der Unternehmenskommunikation auch die Social-Media-Aktivitäten im Unternehmen steuere, hilft mir der RSS-Reader den Überblick zu bewahren – besonders weil ein Team aus mehreren Leuten die Accounts bespielt. Neue Blogposts und Kommentare landen direkt dort. Alle Updates der Twitter-Kanäle und auch die Posts auf den Facebook-Seiten stranden hier. Hoffentlich bald auch die Statusupdates aus Google+. So weiß ich immer, welche Themen über die einzelnen Kanäle laufen und es erspart mir mühevolles suchen. (Natürlich kann ich Gleiches auch über Tweetdeck abrufen. Ich finde es nur ungemein praktisch, alles auf einen Blick zu haben.)

Kurz gesagt: In meinem RSS-Reader fließen alle Informationsstränge zusammen, und ohne dieses tolle Tool wäre mein Start in den Tag wesentlich mühevoller.

Auch wenn die Umfrage von SEO-united.de – wenn auch nicht repräsentativ – ergeben hat, dass immer mehr Blogger immer weniger RSS-Feeds abonnieren, so glaube ich nicht, dass die RSS-Feeds aussterben werden. Aus meiner Sicht sind sie dafür viel zu wichtig.

 

Bildquelle: CC-BY choffee | flickr.com